Studienreisen mit Pfiff Fernreisen
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11.04. 2012  Cuzco – „Heiliges Tal“ der Inka - Ollantaytambo


Wie üblich sammelt der Bus in Cuzco die Teilnehmer in den Hotels auf. Die Straße führt an der Festung Saqsayhuaman vorbei auf eine weite Hochebene, bis zu einem schwindelerregenden Abbruch in das „Heilige Tal der Inka“. An einem Mirador haben wir einen eindrucksvollen Blick in das Tal und auf Pisaq, den ersten Ort, den wir besuchen werden, berühmt wegen seines Marktes, aber vor allem wegen der gleichnamigen Inkastadt. Normalerweise wird am Sonntag Markt gehalten, aber für die Touristen sind auf dem hübschen Hauptplatz eine ganze Reihe Stände aufgebaut, die vor allem die Textilprodukte der Gegend feilbieten. Die Decken, Pullover, Mützen und anderen Textilien zeichnen sich durch ein farbenfrohes Design und traditionelle Muster aus.

Der Bus schraubt sich auf einer schmalen Straße zur Inkastadt Pisaq hinauf, die sich 300 m über dem Talboden in eine Mulde zwischen zwei schroffen Berggipfeln schmiegt. Wir wundern uns, dass zu dieser Jahreszeit so viele Touristen die archäologische Anlage überschwemmen – ein kleiner Vorgeschmack auf Macchu Picchu  - vermutlich deshalb, weil Pisaq eine der wichtigsten Inkastädte war. Der archäologische Bezirk erstreckt  sich über mehrere Quadratkilometer, es sind Reste von Tempeln, Palästen und  Wohnhäusern zu sehen. An dem Hauptbesucherstrom um das Quellheiligtum herum schleichen wir uns vorbei und erklimmen die „Akropolis“, eine steile Anhöhe, die mit Wohngebäuden überdeckt ist bis zum höchsten Punkt, einer Art Sonnenobservatorium (?). Der Blick ist atemberaubend auf die Stadtanlage, auf die weit ins Tal eingeschnittenen Terrassen und auf den Friedhof der Stadt. Die Bewohner haben ihre Verstorbenen in kleine Felsnischen gegenüber an einer steilen Felswand beigesetzt. Die Löcher lassen die Felswand wie einen Schweizer Käse aussehen. Aber das Herausragende in Pisaq sind die eindrucksvollen Terrassenanlagen.  Wir lernen, dass die Inka diese Terrassen nicht nur um der zugewonnenen Anbaufläche willen angelegt, sondern auch zur Stabilisierung des Geländes, zum Schutz vor Erosion und mit einer intelligenten Bewässerungsanlage versehen haben.

Im Hauptort des Tales, Urubamba, genießen wir ein köstliches Mittagsbuffet in einer wunderschönen Anlage mit dem bezeichnenden Namen „Alhambra“. Im Garten weiden Lamas, Alpacas und Vicuñas. Sogar Papageien tummeln sich in großen Käfigen.

Zum Abschluss des Tages besuchen wir die Inkafestung Ollantaytambo, die der Inka Pachacuti 1460 auf einem Felssporn errichten liess, um das „Heilige Tal“ und den wichtigen Zugang zur Hauptstadt Cusco zu kontrollieren. Wir steigen über steile Treppen an ebenso eindrucksvollen Terrassen wie in Pisaq vorbei zu der Tempelburg hinauf. Die Flächen zwischen den Mauern sind leicht geneigt, so dass die fruchtbare Erde zwar bewässert, aber nicht weggespült werden kann. Auf dem Hauptniveau sind die Fundamentmauern eines Sonnentempels zu bewundern, zu bewundern deshalb, weil sie aus sechs tonnenschweren, kunstvoll geglätteten Granitmonolithen besteht. Es ist kaum vorzustellen, wie diese Kolosse, die bis zu 50 t wiegen, von den Steinbrüchen auf der anderen Talseite bis auf diesen steilen Berg hinauf transportiert worden sind ohne Rad und Flaschenzug. Eindrucksvoll klammern sich gegenüber der Bergfestung Vorratshäuser an die steile Felswand. Durch die offene Konstruktion konnten kalte Winde die Vorräte lange Zeit haltbar machen.

Wir verbringen die Nacht in dem Städtchen Ollanta in einem hübschen kleinen Hotel, von wo wir einen eindrucksvollen Blick auf die Bergfestung Ollantaytambo haben, die sich wie ein Adlerhorst an den Berg schmiegt. Von hier werden wir morgen für den Inkatrail von unserer Führerin Haydy Elisabeth abgeholt.